Das muss ich auch mal loswerden: Wir züchten seit 16 Jahren und haben eine
relativ große Cattery. Unseren Katzen fehlt es an nichts. Die Ernährung ist
stets gut und Zusatzstoffe, wie z. B. Schüsslersalze, Omega 3 Fettsäuren
usw. gibt es ab und zu ins Futter. Unsere Mütter leiden nicht unter der
Belastung durch Geburt und Säugen der Kitten. Auch Ziegnmilch und
Milupa-Grießbrei gibt es.
ABER: Wir haben noch nie extra wegen der Geburt Globuli, Bachblüten
oder sonstetwas geben müssen! Ständig lese ich im Forum, was da alles
vor und nach der Geburt den Müttern gegeben wird. Unsere Mütter haben
immer genügend Milch und gute Geburten. Ich denke mal, dass das von
der Gesamthaltung abhängt, da muss man keine Panik kriegen, wenn
es in Richtung Geburt geht. Selbst bei 7 Kitten musste ich höchstens mal
bei einer Erstgebärenden die Kitten vorübergehend zufüttern, bis sich
die Milchproduktion auf diese Menge Kitten eingespielt hat. Was machen
denn die Katzen auf dem Bauernhof? Sind unsere Rassekatzen schon so
degeneriert, dass man ständig zusätzlich etwas geben muss? Oder sind
das im Grunde Placebos, um die unerfahrene Züchterin zu beruhigen?
Irgendwie ist mir das unverständlich.

Keiner unserer Kater hat jemals den umstrittenen Suprelorin-Chip bekommen, eine chemische Kastration.
Dieser Chip ist für Katzen noch gar nicht zugelassen und greift schwer in den Hormonhaushalt ein.
Er kann gravierende gesundheitliche Schäden verursachen. Das kann sich - sofern er überhaupt wieder
deckt - auch auf die genetische Gesundheit der Kitten auswirken. Ich würde niemals Kitten kaufen,
wo der Kater vorher so behandelt wurde. Aber das ist meine Meinung. Fragen Sie in der jeweiligen
Cattery einfach nach! Ich bin auch der Meinung, wer nicht die idealen Möglichkeiten zur Haltung
eines Katers hat - und Katerhaltung ist schwierig - sollte doch lieber zum Fremddecken gehen.
(Der Anlass zu diesem Text: Im Forum schrieb man, dass ein Kater sogar daran gestorben ist, das Gewicht
schwankte dermaßen - 5 kg zugenommen - danach 6 kg abgenommen usw. mit allen anschließenden Folgen)

31.12.11.: Deckakt bei Katzen:
Es ist mir ein Bedürfnis, zum Deckakt bei Katzen etwas zu sagen. Was es da für unmögliche Meinungen und
Behauptungen gibt! Beginne ich mal mit dem Schluss:
Es ist beinahe genauso wie beim Menschen! Säugetiere unterscheiden sich da nicht großartig!
Absoluter Blödsinn sind die angeblichen Schmerzen durch angebliche "Widerhaken" am Penis, diese
bestehen nämlich aus Fleisch, ähnlich der Vorhaut beim Mann. Natürlich kann es sein, dass beim 1. Mal,
ähnlich wie beim Menschen, gewisse geringe Schmerzen mit im Spiel sind. Es ist aber meist so, dass nach ca.
2 Tagen der Kater keine Lust mehr hat, die Katze aber auf den Geschmack gekommen ist! (Gibt es beim
Menschen auch....!!!) Das Schreien beim Deckakt ist auch ähnlich wie beim Orgasmus der Frau, (aber
oft beherrschen wir Frauen uns eben, damit wenigstens die Nachbarn nichts hören- die Katze muss das
nicht!) Also lasst endlich mal diese seit unendlichen Zeiten dummen Meinungen mit den schmerzhaften
Widerhaken, vielleicht haben das Sadisten erfunden, die das Schreien toll fanden. Übrigens fühlt sich eine
nicht kastrierte Katze am wohlsten, wenn sie regelmäßig, vielleicht 1 x im Jahr, ihre Kitten großziehen darf!
Ein Kater, dem nicht ständig rollige Katzen vor der Nase herumlaufen, kann auch längere Zeit abstinent
leben, ohne dass ihm was fehlt. Geht manchen Männern doch auch so!

Gedanken zur Zucht am 13.7.11:
In 15 Jahren Zucht hatten wir nur 3 x einen Kaiserschnitt. Der 1. beruhte auf Blutgruppen-
Unverträglichkeit, denn vor 14 Jahren begann man gerade, die Wichtigkeit der BG bei
der Verpaarung wahrzunehmen. Den 2. und 3. Kaiserschnitt hatten jeweils männliche Kitten
verursacht, die mit ihrem dicken Britenkopf nicht durch den Geburtsweg passten. Das letzte Mal
war es bei Jenny, die nun kastriert ist. Da versperrte ein großer Cremekater mit dickem
"typvollem" Schädel den Geburtsweg, sodass die Geburt nicht weiter ging.
Wann beginnt Qualzucht?
Einige kleine Hunderassen können schon nicht mehr normal gebären, bei den Persern entsinnt
man sich nunmehr der Nase, die Schäferhunde wurden hinten tief gezüchtet, so dass HD
vorprogrammiert war, es gibt viele Beispiele.
Die Natur hat den Kopf bei den Säugetieren so gestaltet, dass sie günstig den Geburtsweg
passieren können. Also eine lange Schnauze, schmaler Kopf, dann öffnet sich der Geburtsweg
ziemlich einfach. Bei den Briten hat die Geburt durch Kaiserschnitt ziemlich überhand genommen.
Ich höre so oft davon. Man müsste mal die Statistik bemühen. Wie "typvoll", d. h. breit,
können wir die Köpfe der Briten denn noch züchten? Ich glaube, wenn es so weitergeht,
befinden wir uns auch am Rande der Qualzucht. Meine neue Erkenntnis ist, dass ich nicht
auf extrem breite Köpfe mehr Wert legen werde. Bei der Auswahl der Zuchtkatzen und
vor allem der Zuchtkater müsste man darauf achten, nicht die ganz Extremen auszuwählen.
Vielleicht ist ein Mittelmaß angebracht. Was haben wir davon, wenn unsere Katzen oft
nicht mehr normal gebären können und nach einem Kaiserschnitt, vielleicht schon bei
der 1. Geburt, aus der Zucht genommen werden müssen? Daran kann kein Züchter
Interesse haben, wenn er seine Katzen so schnell einbüßt, von den enormen Kosten
ganz zu schweigen.
Liebe Züchter, denkt mal darüber nach, und liebe Käufer, wenn das gekaufte Kitten
nicht den extremen Kopf hat, seid froh darüber!
Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass die dicken kurzen Köpfe sich negativ auf die
Augen und das Gebiss auswirken können. Mit den extrem kleinen Ohren, die von der
Natur auch nicht vorgesehen sind, hören die Katzen auf jeden Fall schlechter. Das ist
aber nicht das Schlimmste, denn die wenigsten dieser Rassekatzen werden in Freigang
geschickt. Das sollte man schon aus diesem Grund nicht tun, sie sind eben nicht für
den Freigang geeignet.

Ab wann soll eine Katze aus der Zucht genommen werden?
Es gab wieder große Diskussionen in einem Forum.
Beispiel: Ch. Yalinga, red/white, wurde jetzt 7 Jahre.
Sie hat gerade ihren 4. Wurf, der 10 Wochen alt ist,
5 Kitten. Sie wiegt 5500 g, und man sieht ihr absolut
nichts an, dass sie vielleicht abgebaut hätte. Das liegt
natürlich an einer guten Haltung und Fütterung,
aber auch daran, dass ältere Katzen viel stabiler sind
und auch längst begriffen haben, dass sie bei Trächtigkeit
und Stillen wesentlich mehr fressen müssen, was eine
junge Katze oftmals erst beim 2. Wurf begreift. Da
sie immer genetisch einwandfreie Kitten hatte, u.a.
unseren Europachampion Franziskus, gibt es absolut
keinen Grund, sie jetzt aus der Zucht zu nehmen. Sie
fühlt sich super wohl, ist ausgeglichen und eine
hervorragende Mama. Da ihre junge Tochter, die mit
ihr im Wohnzimmer einen Wurf großzieht, eben noch
nicht solch eine gestandene Mama ist, macht es ihr
nichts aus, zum Teil auch die Enkelkinder mit zu
stillen. Sie zeigt eine einwandfreie Kondition, ein
dichtes schönes Fell und ist immer ausgeglichen.
(Das trifft auch auf ihre beiden Schwestern Yasmeen
und Yamba zu). Und ganz zum Schluss können Käufer
sicher sein, dass es ganz gesunde Linien sind!

Ein Tipp vom 30.3.11:
Ich koche für die Katzen oft selbst, mal Sonntagshähnchen, mal eine Ente oder Rinderhackfleisch.
Meine Freundin fragt mich dann manchmal "Hast du heute Katzenfutter, ich habe noch
nicht Mittag gegessen!" Es schmeckt fantastisch. Jetzt habe ich mal ausprobiert, eine
Packung Fischstäbchen zu kochen. Sie sind ja paniert, da muss man nichts hinzufügen.
Das ergab eine gutschmeckende Fischsuppe!

Diskussion im Forum: (6.4.)
"In den meisten Zuchten gibt es Caliciviren
(Schnupfenviren), deshalb keine Fotos von der
5. bis 8 Woche." Es kann ja sein, dass in vielen
Zuchten der Schnupfen umgeht. Die Ursachen
würde ich aber ganz woanders sehen. Als ich noch
jung und naiv war, dachte ich auch, die Erreger
sind nicht da, dann kommen sie, dann gehen
sie wieder. Alles Quatsch! Ich denke mal, die
ganze breite Palette der Erreger ist quasi immer
präsent. Es kommt nur auf das Immunsystem an.
Natürlich stärken kann man es gegen die weniger
schlimmen Erreger durch artgerechte Ernährung,
Vitamine, Mineralien, Bewegung auch mal im
Sonnenschein und Freigehege, wenig Stress
und Ärger (bezieht sich genauso auf den Menschen).
Bei den schlimmen Erregern, beim Menschen z. B.
Masern, Keuchhusten, Kinderlähmung, Wundstarr-
krampf usw. ist eine Abwehr nur durch die ent-
sprechenden Impfungen möglich, bei den Katzen
eben auch gegen Leukose und Fip. Wenn die
Katzen sich selbst überlassen in dunklen Räumen
sitzen, wenig Lebensfreude haben, nur die Dose
aufgemacht wird, (also einseitige Ernährung),
dann werden sie auch einem Schnupfenvirus
nichts entegegensetzen können. Denken wir doch
an die Menschen: Wer von Ihnen hatte denn
noch nie einen Schnupfen? Also sind wir alle
"Trägertiere". Trotzdem hatte ich z. B., seitdem
ich nicht mehr dem Berufsstress ausgesetzt bin,
niemals mehr einen Schnupfen. Seitdem schafft es
mein Immunsystem, solche Erreger in Schach
zu halten. Ich glaube, da wird vollkommen
falsch an das Problem herangegangen. Erreger
sind immer da, aber man muss ein intaktes
Immunsystem haben. Auch wenn wir eine relativ
große Cattery haben - es wird immer Fotos von
gesunden Kitten geben, auch zwischen der
5. und 8. Woche. Außerdem gebrauchen wir
keine Ausreden, dass die Kitten erst später
angeschaut und vorbestellt werden dürfen.
Sie dürfen fast von Geburt an durchgängig
besucht und angeschaut werden, da gibt es
keine Phase, wo sie alle krank sind. Auch
jetzt sind durchgängig Interessenten da, die
bezeugen können, dass unsere Kitten zu
jedem Zeitpunkt kerngesund sind. Es heißt nicht
umsonst - Kinder, geht an die frische Luft, esst
Obst, bewegt euch!


Gedanken am 19.3.11 abends:
Ein Tier stirbt, die Trauer ist groß. Man kann sagen,
dass ca. bei jedem 5. Käufer vorher ein Tier
gestorben ist. Man geht unterschiedlich damit um:
Manche brauchen ein lange Trauerzeit, manche
wollen wegen des Schmerzes gar kein Tier mehr,
manche ertragen die leere Wohnung nicht und
wollen sofort wieder ein Kätzchen. Aber sensible
und aufmerksame Menschen haben da noch
andere Erfahrungen: Es geschehen Dinge, die
man mit den mangelhaften Erkenntnissen noch
nicht erklären kann, wenigstens nicht offiziell.
Auf der Welt gibt es überall plus und minus,
beim Magneten, beim Strom, in der Sprache,
einfach überall. Warum soll es da im Lebewesen
nicht auch plus und minus geben? Wenn das
Gehirn fertig entwickelt ist, das kann bereits im
Mutterleib sein, vereinen sich Seele und Körper
zum vollkommenen Lebewesen. Beim Tod lässt
der Magnetismus nach und verschwindet ganz,
der Körper lässt die Seele los. Der Körper ist
dann alt, nicht mehr zu gebrauchen, krank,
beschädigt. Die Seele ist heil. Sie ist zuerst
einfach noch da, bis sie bei einer Reinkarnation
wieder einen neuen Körper findet. Was kann
man in diesem Stadium bemerken?
Fallbeispiele:
1. Der Fernseher geht Abend für
Abend aus, nach wenigen Tagen geht er
aber noch Jahre ohne dieses Phänomen.
2. Der Computer macht Sachen, die man nicht
eingegeben hat, z. B. ändert sich die Schrift,
der Bildschirm wird giftgrün, anstatt zu sagen
"Sie dürfen den C. jetzt aussschalten".
3. Die Sicherungen fallen aus.
4. Bewegungsmelder zeigen Licht,
wo niemand vorbeigeht.
5. Das Telefon hat den Klingelton vom
Tierarzt, der vor dem Einschläfern zuletzt
gehört wurde, auf dem Display steht
"an alle", dort, wo sonst "unbekannt"
oder die Nr. steht.
6. Die Heizung spinnt und knackert.
Aber auch ein geisterhaftes Huschen
der Katze ist zu sehen.
Sie wollen das nicht wahrhaben? Man muss
nicht gläubig sein, um soetwas wahrzunehmen.
Man könnte es physikalisch erklären.
Wenn ich es nicht nur einmal schon erlebt
hätte und es oft von anderen Tierbesitzern
höre, würde ich glauben, die Witwe Barschel
spinnt, als im Fernsehen kam, dass ihr Mann
auch den Fernseher ausschaltet. Es bleiben
Uhren stehen, Blumen gehen ein, die man
von dem Toten geschenkt bekam.
Schämen Sie sich nicht, solche Ereignisse
publik zu machen!
Der Anlass für diese Zeilen ist
kein Todesfall bei uns, aber
mir wurde heute wieder ein Geschichte
erzählt, die manche für unglaublich halten
würden. Ich habe schon 2 x Reinkarnation
bei den Katzen erlebt, die Wiedergeburt
glich der alten Katze in allem, immer ca.
3 Tage später geboren.
Das erleben aber nur Menschen, die ihre
Katze sehr geliebt haben, und die auch
von der Katze sehr geliebt wurden. Bei
einem weniger innigen Verhältnis meldet
sich die Seele nicht nach dem Tod.
Haben Sie ähnlich Erfahrungen? Dann
schreiben Sie mir!

 

Neue Gedanken vom 26.2.11:
So schwierig ist Katzengenetik!!!
Lt. der Erklärung der Fellfarben bei Wikipedia dürfte es Timika und Johanna
gar nicht geben, denn Timika hat den blauen Papa Nouri (Mama Icona choc.
tortie), Johanna hat den choc. Papa Harvey und die blaue Mama Palmyra.
Timika und Johanna sind kohlrabenschwarz, aber bei Wikipedia steht, dass eine
schwarze Kätzin immer einen schwarzen Papa haben müsste! Es reicht aber,
wenn ein Elternteil die volle Farbe hat, und auch choc. ist volle Farbe.
Timika hat also D (volle Farbe von der Mama) (d) trägt Verdünnung vom Papa.
Da sie aber vom Papa (blue) das große B für nicht chocolate geerbt hat,
ist sie schwarz. Ähnlich auch bei Johanna. Wenn man die Bedeutung der
Buchstaben kennt, sind es eigentlich sehr einfache mathematische Aufgaben!
außerdem steht da noch, dass eine rote Kätzin immer einen roten Papa haben
muss. Auch falsch! Er kann auch cream sein.
Wikipedia hat meinen Hinweis hineingesetzt!!!

Schauen Sie mal in meinen Beitrag "Katzengenetik" im Link "Erfahrungen!
Ergänzung dazu:
Ss = das Scheckungsgen. Ein großes S bedeutet, dass die Katze zweifarbig, bicolour,
ist, wenn sie Ss ist, kann sie auch einfarbige Nachkommen haben ohne Weiß.
Cc steht für Point.
C = Vollfarbe ohne Point
cs = Point (Siampoint)
c = Albinismus
Ii steht für nicht durchgefärbte Haare.
I = Silber (Silver) Die Haarbasis ist weiß bis hell.
Ist die Hälfte hell, ist es Shaded, sind nur die Spitzen hell, ist es Shell oder chinchilla (je nach
Rasse).
Bei den Roten heißt Silber Cameo. Bei den Beiträgen, die ich gelesen habe, ist Silber mit
Smoke identisch. Ich bitte die Fachleute um Korrektur, da ich kein Silber züchte!

Hallo Claudia, hab eben mal wieder auf deiner Seite gestöbert (schau ja immer mal regelmäßig vorbei:) Suuuper! Glückwunsch zu Dolmars Titel!!! Toll gemacht - auch für die anderen Mäuse, natürlich! Zur angeforderten Korrektur: Silber und Smoke sind in dem Sinne nicht "identisch", da Silber immer mit Tabby zusammenhängt und Smoke eben nicht. Smoke ist also sozusagen ein Silber, das ohne das Tabbygen auftaucht. Ich selber züchte ja auch kein Silber/Smoke, aber habe letztes Jahr mit einem seal-smoke-point verpaart. Das hieß für mich: es können KEINE Kitten mit Tabbyzeichnung fallen! Wäre er ein seal-silver-(tabby)-point gewesen, sähe das anders aus. Das mit den Bezeichnungen (vor allem bei Points) ist sowieso schwer... man sieht ganz oft nur silver-point, warum? Es gibt eben nur smoke point oder shaded point oder silver-tabby-point. Man kann echt nur schwer erkennen, ob es z. B. eine seal-silver-shaded point oder eine seal-silver-tabby-point ist. Oft kriegt man es dann nur über den Nachwuchs heraus, je nach Verpaarung... Schwer zu unterscheiden sind besonders seal-silver-shaded-points von seal-silver-ticked-tabby-points. Also geben einige Züchter, wenn sie die Farbe nicht genau wissen, oftmals einfach nur die Farbe mit silver-point an (blue-silver-point zum Beispiel). Mit Cameo kenn ich mich gar nicht aus. Finds aber super hübsch und das liegt halt daran, dass es rötlich aussieht ;) Mag ich eben ;) Soweit dazu ;) Vielleicht hilft es ja ein wenig weiter (auch wenns jetzt nicht besonders professionell war, hilft es evt. bei der Recherche). GlG Inga und Peppi

GENETIK FÜR ANFÄNGER:
Habe ich jetzt unter "Erfahrungen" gesetzt!
(auf mehrfachen Wunsch setze ich hier mal
die einfachsten Regeln der Genetik rein -
die Fachleute unter euch mögen mir die
Einfachheit der Darstellung verzeihen)

Es gibt immer ein Genpaar, es setzt sich aus
dem Gen zusammen, das zum Phänotyp gehört
(es ist sichtbar - z. B. die Fellfarbe -
oder testbar - z. B. die Blutgruppe)
und dem Gen, das zum Genotyp gehört. Dieses
Gen kommt manchmal beim Nachwuchs zum
Vorschein, es ist höchstens durch einen Gentest
feststellbar.
Das Gen vom Phänotyp ist dominant über das Gen
vom Genotyp. Dieses ist rezessiv (untergeordnet).

Z. B. ist die Blutgruppe A dominant über die BG B.

Nun konkret:
D steht für die volle Farbe (schwarz - black,
braun - chocolate, rot - red)
d steht für die verdünnte Farbe: black wird zu blue,
chocolate wird zu lilac, red wird zu cream.
(lilac wird so ausgesprochen: lailek).
Der große Buchstabe ist dominant über den kleinen
Buchstaben.
DD = reinerbig volle Farbe
Dd= trägt Verdünnung
Dann gibt es die Chocolate-Lilac-Linie. Sie wird mit
einem b gekennzeichnet. Ein großes B ist nicht
chocolate oder lilac, ein kleines b ist chocolate
oder lilac. Ein b1 ist nach Robinson "light brown",
das dürfte dann Cinnamon und fawn sein.
A steht für Zeichnung (tabby) und heißt Agouti,

a steht für einfarbig und heißt non agouti.
O = warme Farbe (red oder cream) - orange
o = kalte Farbe

Es gibt auch Buchstaben für Point, Silber usw.
Aber für den Anfang reicht das erst mal.
Was haben wir also jetzt:
AA,DD,BB,OO.
Was meinen Sie, wie würde diese Katze aussehen?
AA= reinerbig tabby (Zeichnung)
DD= volle Farbe
BB= kein choc. oder lilac
OO = warme Farbe.

Er wäre eine rote Tigerkatze. (redtabby)
AA,DD,BB,oo= schwarze Tigerkatze (blacktabby)

aa,dd,BB,oo= eine blaue einfarbige Katze
aa,dd,bb,oo= eine einfarbige Lilackatze
aa,DD,bb,oo= eine einfarbige chocolate Katze
aa,dd,BB,OO= eine einfarbige Cremekatze
Diese Katzen sind reinerbig für ihre Eigenschaften.
Sie würden genauso vererben, wie sie aussehen.
Die meisten Lebewesen sind aber mischerbig.
Dd= trägt Verdünnung, eine schwarze Katze
könnte blaue Kitten bekommen.
Bb= eine schwarze Katze könnte chocolate Kitten
bekommen. (trägt chocolate)
Jetzt wollen Sie aber wissen, was bei Verpaarungen
herauskommt.

Am besten, Sie nehmen einen roten Zettel, auf
den Sie jeweils einen großen Buchstaben
schreiben, und einen weißen Zettel, auf den Sie
jeweils einen kleinen Buchstaben schreiben.
Die roten Zettel sind dominant und bestimmen
das Aussehen. Ist kein roter Zettel dabei,
kommen die Weißen zum Tragen.
Machen Sie es so: (Zeichnung lassen wir
erst mal weg)

Legen Sie die Zettel vom Kater links hin, die von
der Katze rechts. Dann legen Sie von jedem
Buchstaben jeweils eins vom Kater und eins
von der Katze zusammen. Spielen Sie alle
Möglichkeiten durch.
(Kater haben im Genotyp kein zweites O.)

Kater rot Katze blacktortie
schildpatt
DDBBO-   DdBbOo  
Kitten männlich:   Kitten weibl.  
DDBBO- DDBbO- DDBBOo DDBbOo
= rot = rot = schildpatt = schildpatt
DdBbo- DdBBo- DdBbOO DdBBOO
= schwarz schwarz = rot = rot
bei dieser Verpaarung können also nur rote, schwarze und schildpatt Kitten fallen

Das Besondere an dieser Verpaarung ist, dass rote Mädchen fallen können.
Spielen Sie alle Varianten durch, es kommt nichts anderes heraus.

Neue Gedanken am 24.2.11:
Im Forum wird mal wieder über Rücktritt vom Kaufvertrag diskutiert. Da wird solch ein
14tägiges Rücktrittsrecht diskutiert usw. Der größte Denkfehler dabei ist, dass Rücktritt
vom Kaufvertrag und Rückzahlung der Anzahlung verwechselt wird. Bei uns haben Sie
ein Rücktrittsrecht bis zur 12. Woche, also quasi immer, denn ich möchte kein Kitten in
einen Haushalt geben, die das Kitten gar nicht mehr haben wollen oder können.
Wenn es nach 14 Tagen kein Rücktrittsrecht mehr geben würde, müssten die Käufer
das Kitten nämlich NEHMEN!!! Das berührt aber die Anzahlung überhaupt nicht.
Die ist dazu da, dass man 1. nicht verar..... wird, quasi betrogen, dass der Käufer es
wirkilich ernst meint, zweitens für die nun wieder neu entstehenden Ausgaben, z. B.
Annoncen neu schalten, im Internet neu anbieten, Homepage ändern,die laufenden Ausgaben
für den Unterhalt usw. Dabei interessieren die Gründe für den Rücktritt überhaupt nicht.
Reiseanbieter machen das übrigens auch so.

Neue Gedanken am 10.2.2011:
Heute war ich zum Impfen, meine Katzen sind immer sehr lieb,
1. weil der Tierarzt Klasse ist (Dr. Lauxtermann in Oppenheim),
2. weil die Katzen das Urvertrauen zu mir haben.
Ich bekam den Laborbericht von einer meiner "alten" Katzen,
die jetzt mal Durchfall hatte. Eine Stuhluntersuchung ab und zu
ist ja auch aufschlussreich: Keine Giardien, keine Parasiten,
keine Protozoen-Zysten. Da sie mit den anderen zusammen ist,
wird das wohl auf alle zutreffen.
In einem Forum wurde wieder mal von einer Züchterin gesagt,
sie würde kranke Kitten verkaufen. Ich weiß, dass diese Züchterin
daraufhin total fertig war und nicht genau wusste, wie man da
reagiert und sich wehrt. Natürlich gibt es auch unseriöse Züchter,
die wissentlich kranke Tiere abgeben. Aber so richtig kann ich mir nicht
vorstellen, wie das funktionieren soll, wenn der Käufer nicht total blauäugig
ist. Wenn ich ein Auto kaufe, erkundige ich mich doch ganz genau,
ob der Händler seriös ist, der Typ Auto keine Herstellungsfehler hat,
und beim Gebrauchten würde ich einen Fachmann mitnehmen.
Wenn ich ein Kitten kaufen will, dann schaue ich zuerst auf den Züchter
(-in), dann auf das Haus oder die Wohnung, dann auf die Elterntiere
(wenn der Kater da ist), wenn er nicht da ist, schaue ich doch mal
im Internet nach dem Papa und dieser Cattery. Wenn alle anderen
älteren Katzen gesund sind, zutraulich sind, dann erst schaue ich
mit Argusaugen auf die Kitten, (je mehr noch da sind, umso besser).
Wenn man vorher in die Homepage geschaut hat, weiß man auch, ob einem
Kitten vorenthalten werden. Dann erkundigt man sich nach der
Gesundheitsvorsorge, Tests, auch Ausstellungen (da müssen sie
nämlich kerngesund sein), Impfausweise (AUCH der Elterntiere!),
wird es ein Gesundheitszeugnis geben? Evtl. möchte man auch
ein umfassenden Blutbild, wenn man Unklarheiten hat. Zuletzt
auch ein akzeptabler Preis, nicht zu niedrig, nicht überteuert.
Wenn Kastraten da sind, evtl. dann noch die Vorfahren, ist
das ein gutes Zeichen. Wenn das auserwählte Kitten dann
auch auf den Schoß genommen wird, darf man ruhig auch
mit einem Flohkamm mal kämmen, die Ohren anschauen,
den After. Man fragt nach dem Gewicht (da muss man aber schon
mal die Normalgewichte kennen). Ob der Züchter alles für seine
Katzen tut oder vom Erlös leben will - das müsste man doch
schnell mitbekommen.
Und dann kommt ein Käufer, der sich im Grunde genommen
disqualifiziert hat, wenn er all das eben Erwähnte nicht
beachtet hat, und behauptet, er hätte ein krankes Kitten
bekommen! Das ist doch eigentlich nur möglich, wenn er
über viele Dinge blauäugig hinweggesehen hat.
Trifft ihn da nicht auch eine gewisse Schuld?
Oder ein Käufer, der nur billig einkaufen wollte?
Einem Käufer, der all das, was ich oben beschrieben habe,
beachtet hat, dem wird es nicht passieren, ein krnakes
Kitten zu erhalten!
Die andere Seite ist natürlich, dass für das Kitten jetzt ein
Leben beginnt, wo es sich mit neuen Erregern auseinander
setzen muss, die im Haushalt des Züchters nicht vorhanden
waren. Er hat schließlich ein Lebenwesen gekauft, kein Auto!
Nicht zuletzt können auch dem Käufer Fehler unterlaufen,
was Fütterung betrifft, Haltung, Mineralien, Vitamine usw.
Deshalb kann besonders ein Anfänger in der Katzenhaltung
mich wegen jedem ich sag mal "Blödsinn" anrufen. Lieber
3 Anrufe am Tag, als dass etwas schief läuft.

Aktuelles Thema: (10.1.)
Ich schrieb es schon einmal: Eine Gesellschaft, die Billigangebote anpreist und den Leuten einredet,
dass sie Schnäppchen machen müssten, lockt die Kriminellen aus ihren Löchern. Der Dioxin-Skandal
hat uns alle getroffen, auch die Sorge um die Bestandteile im Katzenfutter neu aufflammen lassen.
Auch in der Katzenwelt ist das so: Wer ein Billigkätzchen kauft und einen solchen "Vermehrer"
unterstützt, braucht sich nicht zu wundern, wenn er an Kriminelle gerät. Wir haben uns noch nie
überlegt und überlegen müssen, wo wir bei den Katzen sparen können. Unsere Lieblinge bekommen
alles, was möglich ist. Die Kater haben durchgängig 18 Grad in ihren Katerhäusern, die Kitten und Mamas
haben auch in der Nacht warme Räume. Es steht immer Futter da, täglich Ziegenmilch, heute gab es
Fisch (gekocht), oft Ente oder Hähnchen. Alle, auch die Kastraten, werden regelmäßig geimpft, die
tierärztliche Betreuung ist "flächendeckend" gewährleistet, wir sind im Verein, fahren auch mal
auf Ausstellungen, die teuer sind (Bei mehreren Katzen und 2 Tagen mit Doppelberwertung kommt man
plus Benzingeld schnell mal an die 500 € ran.) Wenn wir uns das nicht mehr leisten können, werden
wir nicht mehr züchten! Die Mamas bekommen nicht oft Kitten, manchmal erst mit 3 Jahren oder alle 2 Jahre.
Auch diese Zwischenzeit kostet. Wieviel ist Ihnen ein solches Kätzchen, das mindestens 12 Wochen
unter optimalen Bedingungen groß wird, denn wert? Mein persönliches Motto ist und war immer:
"Entweder richtig oder gar nicht"
Danach haben wir auch Urlaube gebucht einschließlich der Flüge. Lieber nur alle 2 Jahre in Urlaub fliegen,
aber dann keinen Billiganbieter auswählen. Dann werden Sie auch nicht enttäuscht!
Zurück zum Thema Dioxin: Mir ist vollkommen unklar, wie man ein Hähnchen zu diesem Preis
"herstellen" (großziehen kann man da ja nicht sagen ) kann. Auch ein solches Tier müsste viel teurer
sein. Dann lieber nur mal am Sonntag Fleisch essen, ist sowieso ungesund. Unterstützen Sie doch
auch bei Lebensmitteln nicht die Billianbieter! Überlegen Sie mal, wie es dann auf der anderen Seite aussehen
muss. So muss auch ein Billiganbieter bei den Kätzchen, wenn er regelmäßig "vermehrt", überall Abstriche
machen. Er muss das billigste Futter füttern, an Impfungen sparen, entwurmen sowieso nicht, nachts
die Heizung abdrehen (und am Tag vielleicht auch), die Muttertiere ausnutzen, mehrere Würfe von
einem Tier im Jahr, Kastraten werden abgeschoben, Impfungen nicht oder kaum durchgeführt
(da habe ich auch schon von gefälschten Impfaussweisen gehört). Im Verein auch nicht, also kann man
ganz eng verpaaren, ist ja billiger (dass das Immunsystem leidet, interessiert nur später den
Käufer, der aber selbst Schuld hat, soetwas zu unterstützen).
Wir verdienen nachweisbar nichts an unseren Katzen! Wieviel wir zuzahlen (das möchte ich
lieber verdrängen!)

Ein paar Gedanken zur "Schwarzzucht" = ohne Verein
Im Stammbaum hat die Katze in 4 Generationen 30
Vorfahren. Da könnten bei Schwarzzüchtern aus Kostengründen
auch Vollgeschwister verpaart werden (eine neuer Kater kostet ja).
Rechnen Sie mit: Jetzt gibt es nur noch 16 Vorfahren (da
wird von den Vereinen kein Stammbaum ausgestellt, es
würde wohl eine Strafe geben. Falls jetzt mit diesen Nachkommen
nochmals eine Vollgeschwisterverpaarung gemacht würde,
ist man schon auf 10 runtergefahren. Wer rechnet mit:
Beim 3. Mal sind es bloß noch 8. Wenn Sie beim Schwarzzüchter
ohne Stammbaum kaufen, können Sie nichts nachprüfen.
Meist sind im Wurf die Hälfte nicht lebensfähig, die andere
Hälfte hat aber ein äußerst mangelhaftes Immunsystem
und stirbt oft an einer ganz gewöhnlichen Krankheit.

10.12.:
Heute möchte ich einige Gedanken an Züchter und vor allem Neuzüchter loswerden:

Bei den meisten Zuchten wird zwischen "Liebhabertier" und "Zuchttier" unterschieden. Schon diese Bezeichnungen finde ich unmöglich. Alle meine Zuchttiere sind "Liebhabertiere", denn sie werden von uns geliebt. Deshalb werden die meisten Kastraten auch nicht mehr nach ihrer Zuchtzeit abgegeben. Da werden unterdessen 250 bis 500 € aufgeschlagen, nur weil das Tier in die Zucht verkauft wird. Als erstes ist diesen Züchtern überhaupt nicht klar, dass sie damit für alles, und wirklich alles, was Zucht betrifft, haftbar gemacht werden können. Vielleicht getrauen sich auch die Käufer öfter mal, das zuviel gezahlte Geld zurückzufordern, wenn die Katze nicht aufnimmt, mißgebildete oder tote Kitten hat, zu eng gebaut ist (Kaiserschnitt), zu wenig Milch hat (Milchzitzen nachzählen - da gibt es auch verkümmerte und mißgebildete Zitzen!), wenn die Katze auf Ausstellungen nichts macht, vielleicht sogar nicht mal dem Rassestandard entspricht, oder wenn der Kater nicht deckt, der Stammbaum gar nicht stimmen kann usw. usw.
Einen erhöhten Preis finde ich gerechtfertigt,
-wenn die Elterntiere auf Ausstellungen Titel erworben haben
-ein Elterntier aufwändig aus dem Ausland geholt wurde
-es selbst auf Ausstellungen schon "Best in Show" oder "Bestes Jungtier" war
-der Züchter schon Zusatzleistunen erbracht hat, die über die doppelte Schnupfen/Seuche-Impfung hinausgehen, z. B. andere Impfungen, Chip, Blutgruppe usw.
-die Eltern aufwändig gegen Erbkrankheiten getestet wurden.
-wünschenswert wäre bei einem Aufpreis auch ein Blutbild des Kittens.
Vielleicht könnte man die Liste noch fortsetzen. Jungzüchtern würde ich raten, nur dann einen höheren Preis zu bezahlen, als für ein sogenanntes "Liebhabertier" verlangt wird.
Alles andere ist reine Geldmacherei und Bereicherung!!!
Selbstverständlich ist auch, dass das Tier keine genetischen Fehler haben darf, die Eltern auch nicht, Sie die Eltern auch zu Gesicht bekommen, die Geschwister gesund sind (Sicherheit ist ein Gesundheitszeugnis vom ganzen Wurf!)
Also überlegen Sie sich gut, ob ein solch enormer Aufpreis für ein Zuchttier überhaupt gerechtfertigt ist, oder ob Sie einen unseriösen Züchter unterstützen.

Wenn man für seine Katzen kocht, wieviel Salz muss rein?
da hört man doch die unterschiedlichsten Meinungen.
Eigentlich ist es doch ganz logisch: Salz gleicht sich immer aus,
es geht von salzigen Teilen in weniger salzige. Erinnern Sie
sich, dass es weh tut, wenn man Schwimmbadwasser in die
Augen oder gar in die Nase bekommt? Bei salzigem Meerwasser
schmerzt es nicht. Die Nahrung muss ungefähr so salzhaltig sein,
wie ein Körper selbst. Salzlos (irrige Meinungen für selbstgekoch-
tes Katzenfutter) - da würde das Körpersalz in die Nahrung
übergehen, das wäre nicht so gut. Zu salzig - das Salz würde
sich im Körper einlagern, auf Dauer würden die Nieren geschädigt.
Also salzen Sie so, wie Sie für Ihre Kinder kochen würden!
... und die Nase spülen Sie lieber mit Emser Sole, ansonsten
würde es ziemlich schmerzen!

14.8.10:
Beim Aussortieren alter Artikel fand ich in einer alten Zeitschrift der DRU
den Artikel "Rezessive Silberkatzen" von Barbara Blomberg.
"Wenn bei jeder Silberkatze die Unterwolle schön weiß und die Deckfarbe
schön kräftig wäre..." So werden "schlechte" Silberlinge manchmal nur
als "schlecht durchgefärbt" beurteilt und als einfarbig eingetragen.
Bei Rot kann die Unterwolle auch hell Creme
ausfallen, schreibt Frau Blomberg.
Der Artikel ist auch sonst sehr interessant, deshalb habe ich ihn
nicht aussortiert. Wenn jemand Interesse hat, könnte ich ihn einscannen
und eine Mail verschicken. Ich bin mir nämlich ganz sicher, dass es 2008
bei 2 Katern der Fall war. Bei der Geburt dachte ich, "jetzt kannst du nicht
mal mehr creme und rot unterscheiden." Die Eltern waren Harvey - chocolate -
und Yasmeen - creme. Im Wurf vorher hatten sie richtige Rote, zu diesen hier wie
Tag und Nacht. Aber niemand zog in Betracht, dass Silber auch bei den
Eltern, weil es einfach zu unbedeutend ist, quasi nicht sichtbar sein kann. Diese
Katerchen hatten 2/3 helles creme bis weiß Unterwolle, wären also Cameo
gewesen. Sie sind leider beide verkauft.

11.8.10:
Mal ein paar allgemeine Gedanken zu den
Preisen: (Angeregt durch eine Fernseh-
sendung über den Billigdiscounter KIK).
Bei "Reisen.de" kann man die billigsten
Flüge heraussuchen, man kann den billigsten
Urlaub buchen, bei KIK die billigsten Kla-
motten kaufen. Im Internet gibt es auch die
billigsten Katzen. Aber kaum jemand macht sich
Gedanken, wie die Billigpreise überhaupt ge-
halten werden können. Bei KIK (lt. Fernsehen)
bekamen die Angestellten Niedriglöhne. Oft
sieht man im Fernsehen enttäuschte Urlauber
in verschmutzten Hotels mit schlechtem Essen.
Sicher wollen Sie nicht, dass Ihr Flugzeug abstürzt,
weil die Fluggesellschaft kein Geld
für die Sicherheit hat.
Wir haben unsere Urlaube nie nach einem
Billigpreis ausgesucht und sind kein einziges
Mal enttäuscht worden. Dann lieber nur
alle 2 Jahre fahren oder im Land bleiben.
Wie soll das ein Katzenzüchter machen, nied-
rige Preise zu haben? Oder besser gesagt, wie
macht das ein Vermehrer? An anderer Stelle
habe ich schon gesagt, wo da überall Abstriche
gemacht werden. Aber auch die oft überhöhten
Preise bei Rassekatzen finde ich nicht gut. Wä-
gen Sie sorgfältig ab, wieviel Ihnen ein liebevoll
aufgezogenes Kätzchen wert ist. Etwas anderes
ist es allerdings, wenn ein gut situierter
Katzenzüchter, der sich an den Kitten nicht
bereichern will, z. B. im Sommer, wenn der
Verkauf nachlässt und überall die Prese fallen,
auch mal im Preis heruntergeht. Der Käufer
wird schnell feststellen, dass das Geld nicht bei
den Katzen eingespart wurde. Ich muss mich
auch nicht dafür entschuldigen, dass ich schon
manchmal einem lieben Menschen, der sich die
1. Katze vom Munde abgespart hat, die 2. dazu-
schenkt habe, schon damit das Kätzchen nicht einsam
ist. Es ist für mich ein Hobby, auch wenn wir
eine größere Anzahl Katzen haben, was aber
wiederum bedeutet, dass wir richtig züchten
können, da wir immer die Besten zur Zucht
einsetzen. Als Käufer würde ich die Anzahl der
Kastraten auch nur positiv werten, denn der
Züchter muss dann wohl viel Liebe zu seinen
Tieren haben. Unterstützen Sie Billibangebote
also auf keiner Ebene, denn oft geht das auf
Kosten von Menschen oder Tieren. Bei den
normalen Preisen schauen Sie genau, was Sie
dafür bekommen, und extreme Preise würde
ich auch beim Katzenkauf nicht akzeptieren..

Info für Katerliebhaber, die Angst davor haben, dass der Kater
markieren könnte: Wenn ein Kater mit 10 Monaten kastriert
wird und keine rolligen unkastrierten Mädchen dabei sind,
wird ein Kater nicht markieren. Wenn er zu einem älteren
männlichen Kastraten kommt (die Kitten immer gut annehmen),
können Sie mit der Kastration noch viel länger warten, da er
nicht der Alphakater ist. Nur der Alphakater darf markieren,
und da das der Kastrat auch nicht macht, liegen Sie gut.
Und meine Meinung: So richtig "Britisch" sehen oft nur die
Kater aus, die später kastriert werden. Bei schmalen Rassen
spielt das nicht die große Rolle, bei den Briten schon.

Hier muss ich doch noch ein paar Gedanken zur Katzenzucht loswerden:
"Katzenzucht muss man sich leisten können!"
Das ist nicht nur ein Spruch, sondern absolute Wahrheit.
Man braucht ein gutes finanzielles Polster. Zu Beginn muss man extrem
in Vorkasse gehen, ehe man das 1. Kitten verkaufen kann.
Wer sich einbildet, mit der Zucht Geld zu verdienen, den bitte ich
herzlich darum, mir sein Geheimnis zu verraten. Entweder man
steckt alles, was möglich ist, in die Zucht rein, dann kann man kein
Geld verdienen, oder manche denken, dass man nicht mal das notwendige
Minimum in die Zucht steckt (schlechtes Futter, keine Impfungen und wo man
sonst noch sparen könnte) - aaaber: Dann kommt auf jeden Fall
irgenwann der Supergau. Die Katzen sind krank, ohne Annoncen oder
Internet kann man nicht verkaufen, ohne Gesundheitsvorsorge
bekommt man Ärger mit den Käufern, im Extremfall vor Gericht usw.
Ich habe schon vielen jungen Züchterinnen auf die Beine geholfen.
Vorher haben wir Gespräche über die Ernsthaftigkeit geführt. Ich
muss sagen, dass einige völlig unaufgeklärt waren, was da auf sie
zukommt. Diese haben dann durch meine Hilfe auch Abstand vom
Züchten genommen. Der größte Blödsinn ist "Einmal einen Wurf
machen". Das ist so, als ob sie vor dem Schwimmenlernen schon
mal ins tiefe Wasser gehen wollen.
Es ist immer traurig, wenn der Vertrag eines Kätzchens gekündigt
wird. Es ist dann oft wie verhext - auch Johanna war schon verkauft,
und sie ist immer noch da, obwohl alle anderen verkauft sind.

Meine Gedanken für Käufer und Züchter: (3.7.10):
Es gibt beim Katzenkauf und -verkauf natürlich auch
eine geschäftliche Seite. Meist wird ein Kaufvertrag
schon unterzeichnet, ehe man die Katze mit 12 Wochen
mitnehmen kann. Der Züchter nimmt dann noch nicht
den vollen Kaufpreis, obwohl die Katze nach Unter-
zeichnung der Kaufvertrags schon gekauft ist. Der
Züchter nimmt als Sicherheit (damit er nicht hingehalten
wird), für die Verbindlichkeiten und die schon anfallenden
Ausgaben eine Anzahlung. Er hat unterdessen schon
mehrere Mails beantwortet, sich einen Nachmittag für
den Besuch (oder mehrere Besuche) frei genommen.
Er hat potentielle andere Käufer weggeschickt, vielleicht
die Annoncen schon gelöscht, die Homepage verändert,
zusätzlich Fotos gemacht. Es ist ein ziemlicher Zeitaufwand.
Im Kaufvertrag steht dann: "Die Anzahlung wird bei Rücktritt
vom Kaufvertrag in voller Höhe einbehalten." (Sie sollte auch
nicht mehr als 1/3 des Kaufpreises betragen). Da schwirrt
manchem das 14tägige Rücktrittsrecht bei Käufen
im Kopf herum. Bei uns gibt es quasi ein 12wöchiges
Rücktrittsrecht, denn ich würde nach 14 Tagen niemals darauf
bestehen wollen, dass die Katze nun endgültig gekauft ist
und auch abgeholt werden muss. So wäre es aber rein rechtlich
gesehen. Nach 14 Tagen könnte man - rein theoretisch -
darauf bestehen, dass der Käufer die Katze auch nimmt.
(Kulanz gibt es natürlich bei besonderen Härtefällen, natürlich bei
Tod, schlimmer Krankheit und ähnlichem.) Wenn es aber
jemandem plötzlich einfällt, dass er eine Hauskatze geschenkt
bekommt oder das Geld knapp wird, bleibt die Anzahlung
bei uns. In letzter Zeit haben
wir es sogar so gehandhabt, dass bei Rücktritt bis zur Voll-
endung der 8. Lebenswoche der Katze die halbe Anzahlung
zurückgegeben wird. Würde man es nicht so handhaben,
könnte man von jedem x-beliebigen Spinner ständig herein-
gelegt werden. Vielleicht kämen Konkurrenzzüchter sogar
auf die Idee, einem den Verkauf der Katzen zu blockieren.
Das war etwas zum Nachdenken.

Mir liegt es am Herzen, etwas über die Katerhaltung zu sagen. Das ist
mal wieder ein heißes Thema in den Foren. Da wird von Vergewaltigung
geschrieben, obwohl die Katze gar nicht rollig ist, da werden sich Jungtiere
geschnappt, die sich nicht wehren können, da wird die Katze viel zu
schnell wieder eingedeckt (schön UPS-Würfe genannt), die Pille zu
spät gegeben usw. Ich erinnere mich, dass in der DRU ein Deckkater
getrennt von den Katzen gehalten werden musste. Bei verschiedenen Linien
ist es ganz unmöglich, den Kater mit laufen zu lassen. Schnell hat er
die Schwester, Mutter oder Tochter gedeckt. Man kann die Termine nicht planen.
Da fällt doch der runde Geburtstag in der Familie genau auf den Geburts-
termin, und die Katze wird allein gelassen. Ich finde es auch untragbar,
einen Kater nicht auszulasten. Und wenn er schon zu wenig Deckungen
hat, ist er doch wesentlich ruhiger, wenn ihm keine Kätzin vor der
Nase herumläuft. Ich denke, einige müssten den "Deckkaterführerschein"
ablegen. Und was ist, wenn die Abstände zwischen den Geburten nicht stimmen,
wenn er die falsche Katze gedeckt hat und nicht genügend Ahnen im
Stammbaum stehen würden? Da bin ich sicher, dass da gemauschelt wird,
um Schwierigkeiten zu entgehen. Bei uns werden die Würfe genau geplant,
das betrifft den Partner, den Termin, den Abstand zwischen den
Geburten. Anders kann ich es mir gar nicht vorstellen. Und wie würden
die Halbwüchsigen leiden, wenn sie ständig bedrängt würden? Sollte
man dann dem Kätzchen mit 5 Monaten die Pille geben, und ver-
gewaltigt würde sie trotzdem? Unsere Kater haben in ihren Katerhäusern
auch keine Langeweile,denn in den Freigehegen gibt es immer
was zu sehen und Abwechslung. Eine gedeckte Katze bleibt auch eine
zeitlang bei ihm, und sie werden vom Kater nicht mehr bedrängt.
Diese Gedanken musste ich mal loswerden.

 

"WIR BRAUCHEN KEINEN STAMMBAUM"

das hört man manchmal von den Käufern. Wozu
ist also ein Stammbaum gut?
1. natürlich, wenn man züchten möchte
2. man kann nachschauen, dass die Vorfahren
nicht doppelt vorkommen (wenn, dann höchstens
ganz hinten), denn bei Inzucht wird das Immun-
system halbiert. Die Tiere sind viel anfälliger.
3. Man staunt über die Titel der Vorfahren, die
auf Ausstellungen errungen wurden. Wozu ist das
gut, wenn man nicht züchten möchte? Es zeigt
a. dass der Züchter viel Geld ausgibt und sich an
den Katzen nicht bereichern möchte (letzte Ausstellung
hat uns 391 € gekostet plus Tollwutimpfungen,
Fahrgeld u. ä.).
b. Beim Champion muss die Katze wenigstens 3 x
topp in Ordnung gewesen sein, was Haltung, Genetik,
Ernährung, Pflege betreffen. Beim Gr. Int. Ch. bereits
15 x!!! Da ist nix mit schlechter Kellerhaltung o. ä.
wie beim Schwarzzüchter.
c. Der Stammbaum zeigt außerdem, dass bei der Erringung
von Titeln die Katze voll dem Rassestandard entspricht.
(Mixe werden es dann nicht sein).
d. Für die Ausstellung der Titelurkunden muss der
Züchter nochmals in die Tasche greifen, die gibt es
nicht umsonst.
4. Das ist beinahe das Wichtigste - wenn die Katze
einen Stammbaum hat, muss der Züchter im
Verband sein. Dadurch unterwirft er sich strengen
Regeln zum Schutze der Katzen. Da darf z. B. die Katze
in 2 Jahren maximal 3 Würfe haben. Oder wollen
Sie ein Jungtier von einer Mutterkatze, die ausge-
nutzt wurde und vielleicht nicht mal mehr vorgezeigt
werden kann?
5. Dadurch, dass der Züchter im Verband ist, haben
Sie auch eine gesetzliche Gewährleistung von 2
Jahren auf das Jungtier!
6. Bei den meisten Züchtern werden die Tiere auch
genetisch ausgewählt und getestet, dass Erbkrankheiten
ausgeschlossen sind.

 

DER STAMMBAUM IST SEHR WICHTIG!
(oder würden Sie Ihren Fernseher auf dem Flohmarkt
ohne Garantieschein kaufen?)

Schlussfolgerung: Warum ist ein "Züchter" (besser Vermehrer)
nicht im Verband und hat keine Stammbäume? Dann
können Sie alle Punkte mal ins minus setzen!

GENETIK FÜR ANFÄNGER:
Habe ich jetzt unter "Erfahrungen" gesetzt!
(auf mehrfachen Wunsch setze ich hier mal
die einfachsten Regeln der Genetik rein -
die Fachleute unter euch mögen mir die
Einfachheit der Darstellung verzeihen)

Es gibt immer ein Genpaar, es setzt sich aus
dem Gen zusammen, das zum Phänotyp gehört
(es ist sichtbar - z. B. die Fellfarbe -
oder testbar - z. B. die Blutgruppe)
und dem Gen, das zum Genotyp gehört. Dieses
Gen kommt manchmal beim Nachwuchs zum
Vorschein, es ist höchstens durch einen Gentest
feststellbar.
Das Gen vom Phänotyp ist dominant über das Gen
vom Genotyp. Dieses ist rezessiv (untergeordnet).

Z. B. ist die Blutgruppe A dominant über die BG B.

Nun konkret:
D steht für die volle Farbe (schwarz - black,
braun - chocolate, rot - red)
d steht für die verdünnte Farbe: black wird zu blue,
chocolate wird zu lilac, red wird zu cream.
(lilac wird so ausgesprochen: lailek).
Der große Buchstabe ist dominant über den kleinen
Buchstaben.
DD = reinerbig volle Farbe
Dd= trägt Verdünnung
Dann gibt es die Chocolate-Lilac-Linie. Sie wird mit
einem b gekennzeichnet. Ein großes B ist nicht
chocolate oder lilac, ein kleines b ist chocolate
oder lilac. Ein b1 ist nach Robinson "light brown",
das dürfte dann Cinnamon und fawn sein.
A steht für Zeichnung (tabby) und heißt Agouti,

a steht für einfarbig und heißt non agouti.
O = warme Farbe (red oder cream) - orange
o = kalte Farbe

Es gibt auch Buchstaben für Point, Silber usw.
Aber für den Anfang reicht das erst mal.
Was haben wir also jetzt:
AA,DD,BB,OO.
Was meinen Sie, wie würde diese Katze aussehen?
AA= reinerbig tabby (Zeichnung)
DD= volle Farbe
BB= kein choc. oder lilac
OO = warme Farbe.

Er wäre eine rote Tigerkatze. (redtabby)
AA,DD,BB,oo= schwarze Tigerkatze (blacktabby)

aa,dd,BB,oo= eine blaue einfarbige Katze
aa,dd,bb,oo= eine einfarbige Lilackatze
aa,DD,bb,oo= eine einfarbige chocolate Katze
aa,dd,BB,OO= eine einfarbige Cremekatze
Diese Katzen sind reinerbig für ihre Eigenschaften.
Sie würden genauso vererben, wie sie aussehen.
Die meisten Lebewesen sind aber mischerbig.
Dd= trägt Verdünnung, eine schwarze Katze
könnte blaue Kitten bekommen.
Bb= eine schwarze Katze könnte chocolate Kitten
bekommen. (trägt chocolate)
Jetzt wollen Sie aber wissen, was bei Verpaarungen
herauskommt.

Am besten, Sie nehmen einen roten Zettel, auf
den Sie jeweils einen großen Buchstaben
schreiben, und einen weißen Zettel, auf den Sie
jeweils einen kleinen Buchstaben schreiben.
Die roten Zettel sind dominant und bestimmen
das Aussehen. Ist kein roter Zettel dabei,
kommen die Weißen zum Tragen.
Machen Sie es so: (Zeichnung lassen wir
erst mal weg)

Legen Sie die Zettel vom Kater links hin, die von
der Katze rechts. Dann legen Sie von jedem
Buchstaben jeweils eins vom Kater und eins
von der Katze zusammen. Spielen Sie alle
Möglichkeiten durch.
(Kater haben im Genotyp kein zweites O.)

Kater rot Katze blacktortie
schildpatt
DDBBO-   DdBbOo  
Kitten männlich:   Kitten weibl.  
DDBBO- DDBbO- DDBBOo DDBbOo
= rot = rot = schildpatt = schildpatt
DdBbo- DdBBo- DdBbOO DdBBOO
= schwarz schwarz = rot = rot
bei dieser Verpaarung können also nur rote, schwarze und schildpatt Kitten fallen

Das Besondere an dieser Verpaarung ist, dass rote Mädchen fallen können.
Spielen Sie alle Varianten durch, es kommt nichts anderes heraus.

Noch ein 2. Beispiel. Die anderen können Sie mit Ihren Zetteln selbst legen.

Kater: lilac Katze: blacktortie
ddbbo-   DdBbOo  
Kitten männlich:   Kitten weiblich:  
DdBbO- rot DdBbOo blacktortie
ddbbo- lilac ddBbOo bluetortie
ddBbO- cream ddbbOo lilactortie
ddbbO- cream DdbbOo chocolatetortie
DdbbO- rot DdBboo schwarz
Ddbbo- chocolate ddBboo blau
ddBbo- blau Ddbboo chocolate

Außerdem fallen noch lilac Mädchen.
Stellen Sie den Gencode jetzt selbst zusammen!
(Sie können ihn mir ja mitteilen, ob er richtig ist).

Wenn Sie das beherrschen, ist schon mal ein Anfang gemacht.
Spielen Sie es doch mal mit Ihren Partner oder den
größeren Kindern durch!

(Demnächst werde ich diesen Beitrag unter "Erfahrungen" zeigen).

21.2.: Katzenkastration:
Wenn Sie einen guten Tierarzt haben,
bekommt die Katze einen sicheren
Klebestreifen auf die höchstens 7 cm lange
Schnittwunde. Sie braucht keinen Halskragen!!!
Die ca. 4 Fäden werden nach 10 Tagen gezogen.
Es ist noch nie vorgekommen, dass eine Katze
dieses Pflaster entfernen konnte. Diesen Halskragen
empfinde ich als Tierquälerei. Sollte er wirklich
bei anderen OPs notwendig werden, können sie
ihn mit der Schere kürzen, so dass sie gut fressen
kann, aber nicht ganz mit dem Kopf herumkommt.
Die Katze darf am Vorabend noch ca. 18 Uhr ge
füttert werden. Wasser kann stehenbleiben, am
Morgen wegnehmen. Am OP-Abend darf sie wieder
trinken. Bei uns hat eine Katze auch abends wieder
gefressen, ohne dass sie sich anschließend übergeben hat.
Wenn der Tierarzt die Narkose richtig dosiert hat,
muss die Katze bei Abholung (ca. 1 bis 2 Stunden
später) wieder wach sein. Zu Hause lassen Sie sie
am besten noch 3 Stunden im Cannel an einem dunklen,
ruhigen und warmen Platz. Dann muss sie meistens
auf Toilette, die in der Nähe sein sollte. Helfen Sie
Ihrem Tierarzt auf die Sprünge - kein Halskragen!

Hinweise für alle, die eine Katze
nicht mehr behalten wollen oder können.
Das sollte doch für alle kein Problem sein:
in unseren 13 Jahren Zucht ist
das schon manchmal vorgekommen,
bisher nun erst zum 2. Mal, dass der
Kaufvertrag nicht beachtet wurde.
1. Man informiert schriftlich den Züchter.(Dabei
spielen Gründe absolut keine Rolle.)
2. Der Züchter erklärt schriftlich, ob er auf
sein Vorkaufsrecht verzichten will oder
es wahrnehmen will.

3. Ich habe es bisher so gehandhabt, wenn
ich verzichtet habe, dass ich den Leuten
beim Verkauf geholfen habe, die nächsten
Käufer vorbeigeschickt, die bestimmte
Klauseln im Kaufvertrag, z. B. den losen
Kontakt, die Mitteilung der Anschrift,
anerkannten.
4. Ich habe auch Katzen zurückgekauft.
In meinem Kaufvertrag steht zum
halben Kaufpreis. Man stelle sich vor,
dass die Katze erst mal isoliert gehalten
werden muss wegen der evtl. Einschleppung

von Krankheiten, dass die Katze evtl. krank
sein könnte, nicht geimpft, könnte Flöhe
haben, nicht entwurmt sein. Zumindest
muss das erst mal alles auch vom Tierarzt
ausgeschlossen werden. Da ist man schon einiges
Geld los. Danach muss man die Katze in die
Gruppe integrieren, was auch Probleme
bringen kann, da braucht man Feliway und
Bachblüten.

5. Wer einen Kaufvertrag unterschreibt, hat
sich an alles zu halten, was darin festge-
halten wird. Der Richter sagte damals,
da hätte man nicht unterschreiben dürfen.

Eine Frage an die Züchter: Wie machen Sie es nur,
wenn der Kater mitläuft? Das ist für mich ein Buch
mit 7 Siegeln. Mein schöner Pointkater, geb. am
1.6.09, ist im Wohnzimmer mit einer Mama
und ihren Kitten, (noch 2 Mädchen von 12 Wochen da).
Er bedrängt die Mama massiv, will auf sie drauf,
lässt nicht locker, und wenn sie nicht will, geht er
zu den kleinen Mädchen, die sich dann
auf den Rücken rollen. Ich denke, er kann schon decken.
Er ist erst 6 Monate alt, wiegt aber fast 4 kg, und...
ich dachte, dass er noch einige Monate hier
im Wohnzimmer bleiben kann. Nun muss ich
noch im alten Jahr handeln. Wie machen
Sie das nur, liebe Züchter? Bisher musste
ich alle Kater getrennt halten. Aron hat uns
bereits mit 7 Monaten die teure Lederecke
verdorben. Wie lösen Sie denn diese unlösbaren
Probleme? Ruhe und Zufriedenheit für alle
gibt es doch nur durch eine getrennte Haltung
der Kater? Eine seiner Schwestern ist auch noch
hier, ich will doch keine Vollgeschwisterverpaarung
haben! Und er weiß schon genau, wie man es macht,
auch wie man an die Katze herangeht.
Da soll es doch Kater geben, die mit 1 1/2 bis 2 Jahren
immer noch nicht wissen, wie es geht.
Eigentlich zu beneiden! Es ist aber eigentlich
ein gutes Zeichen, dass es dem Kater optimal geht...
Mal ein paar Gedanken, die auch Züchter interessieren könnten:
Sie werden bei "Jungtiere" lesen, dass ich besonders schöne
Tiere auch für die Zucht anbiete. Denken sie jetzt nicht:
"Da bekommt sie ja mehr Geld!"
- Nein - unsere Zuchtkitten kosten keinen Aufpreis.
Was erreicht man, wenn man einen großen Aufpreis
für Zuchttiere verlangt? Als erstes wird der potentielle
Züchter verleitet, seine Zuchtabsichten zu verschweigen.
Ich glaube, dass auch ich nicht 800 statt 500 € bezahlen
würde. Damit es dann nicht rauskommt, treibt man die
Leute in die Schwarzzucht ohne Verband. Wer hat etwas
davon? Der Züchter doch nur Ärger. Die Verbindung zum
Züchter wird abgebrochen, man erfährt nichts mehr.
Außerdem hat es einen großen Nachteil, ein Kitten
direkt als Zuchttier zu deklarieren. Als Züchter muss
man nun für alles haften, was die Zucht betrifft.
Das wären:
1. Das Aussehen, die Erscheinung, der Typ
2. Die Genetik (da dürfen keine gen. Fehler bei
der Katze und bei den Kitten auftauchen)
3. Die gesamte Entwicklung
4. Die Ausstellungserfolge
5. Die Potenz - kann der Kater überhaupt decken,
nimmt die Katze überhaupt auf?
6. Die Geburt
7. Sie Stillzeit - was ist, wenn die tolle Katze
keine Milch hat?
Ich verstehe es, ehrlich gesagt, nicht. Wie kann ein
Züchter für all diese Dinge haften wollen?
Ist er unter die Hellseher gegangen?
Nun schließen Sie aber daraus nicht,
dass meine Katzen, die ich in die Zucht
verkauft habe, nicht zuchttauglich
gewesen wären
. Bisher waren alle zufrieden.
Da gibt es schon Weltchampions und
einige, die sofort Best in Show gemacht haben.
Wenn jemand züchten will, erkläre ich erst mal
Schwierigkeiten. Danach kann man fest-
stellen, ob er es wirklich ernst meint.
Dann empfehle ich den IRCC und helfe
beim Anfang und auch später. Oftmals
kommen die Katzen dann zu meinem
anderen Kater zum Decken. So sehen
wir uns wieder und bleiben in Verbindung.
Ich hatte noch nie Käufer, die schwarz gezüchtet
haben. Auf diese Art hat man seine Freude
an den Käufern und an den Katzen.
Zum Schluss sollte sich ein Züchter auch
überlegen, warum er eigentlich züchtet.
Ein Hauptgrund für mich (und das müsste
eigentlich auch der Hauptgrund für jeden
Züchter sein) ist die Verbesserung der
Rasse
, was Gesundheit, Schönheit und
Charakter betreffen. Da müsste es doch
jedem Züchter leid tun, ein schönes Tier
als Liebhabertier abzugeben.Deshalb gibt
es für mich auch das leidliche Thema
"Frühkastration" nicht.
Aktueller Tipp:
Kochen Sie mal eine Ente für sich und die Katzen!
Gekocht ist das Fleisch viel verträglicher. Das Fett
schöpfen Sie ab und geben es die nächsten Tage
unter das Katzenfutter (das oft zu fettarm ist).
Nehmen Sie sich ein paar schöne Stücke ab,
der Rest wir kleingeschnittten, und in die ca. auf 60 Grad
abgekühlte Brühe geben Sie fertigen Kartoffelbrei.
Bei der Ente nicht Gewürze vergessen und eine Möhre.
(Essen Sie den Katzen nicht den ganzen gutschmeckenden
Brei weg!) Das ist auch ein schönes Weihnachtsessen für
unsere Lieblinge.

Aktueller Tipp:
Sind Sie auch mit der Form der Katzentoiletten
unzufrieden? Bei einigen kann sich die
Katze nicht richtig aufsetzen, bei anderen sitzt
der Deckel nicht richtig, manche sind schnell
kaputt. Die hinten rund sind, kann man
mit der eckigen Schaufel gar nicht reinigen.
Wir haben jetzt auch mal die Stapelboxen
oder Sichtboxen aus dem Baumarkt (Hornbach)
ausprobiert. Es gibt sie in 3 Größen.
Es geht ja eigentlich nur darum, dass die Streu
nicht herausfliegt. Gegen den Geruch helfen
Deckel sowieso nicht. Diese Boxen haben einen
hohen Rand, sind einteilig, leicht zu tragen
und zu reinigen. Sie haben vorn einen niedrigen
Einstieg, die Kleinen sind für unsere Kitten
ganz ideal - und sie sind viel preiswerter
als die üblichen, oft fehlkonstruierten Katzentoiletten.


Erfahrung bei der Aufzucht der Kitten:
Wir haben die Möglichkeit, Kittenzimmer einzurichten.
Das hat sehr viele Vorteile:
1. Weniger Infektmöglichkeiten (im Wohnzimmer kommt auch Besuch)
2. Weniger Unfallrisiken (im Wohnzimmer gibt es viel mehr Gefahren)
3. Man kann sich mit Futter und Milch direkt auf die Kleinen einstellen (im Wohnzimmer hätten die Kastraten gleich alles verputzt)
4. Es gibt eine spezielle Holzstreu,
die sie auch kosten dürften
(die anderen haben hauptsächlich Tonstreu)
5. Die Mutterkatze hat Ruhe. (Die meisten Mutterkatzen
werden in Anbetracht mangelnder Feinde
aggressiv zu ihren Mitkatzen)
6. Es ist falsch, dass die Kleinen bis zur Abgabe isoliert sind.
Ich entscheide dann, welcher Kastrat oder andere Zuchtkatze
zu Besuch kommen darf -
und die Mutterkatzen dürfen jederzeit zu den anderen.

Hinweise zur Zucht:

In unserem Kaufvertrag wird die Zuchttauglichkeit
nicht bescheinigt, da man das bei einer
12 Wochen alten Katze gar nicht kann.
Trotzdem waren alle Katzen, mit denen man
züchten wollte, bisher zuchttauglich.
Es gibt für seriöse Zucht mit Verband und Stammbaum
kein Zuchtverbot (vor Gericht wahrscheinlich nicht haltbar). Für
Schwarzzucht und die Verpaarung mit anderen Rassen schon.
(Da gibt es eine Vertragsstrafe) . Da seröse Zucht aber erlaubt ist,
haben die Käufer keinen Grund, in die Schwarzzucht zu gehen,
um den Aufpreis zu sparen. Wir denken, dass unser Zwingername
in den Stammbäumen auch eine Werbung für unseren Zwinger ist,
und wir haben keine Konkurrenzängste, helfen gern beim Anfang.
Da wir bei Zuchtabsichten keinen Aufpreis verlangen,
gibt es für Züchter keinen Grund, mit falschen Karten zu spielen.
Oft kommen sie dann auch zu unseren Katern zum Decken, so dass
wir schon deshalb keinen Aufpreis für Züchter nehmen.
Züchtet aber jemand mit einer Katze,
die im Kaufvertrag nicht ausdrücklich als Zuchtkatze ausgewiesen ist,
liegen evtl. Risiken auch nicht beim Verkäufer, sondern beim Käufer.
Oft hilft aber schon Gespräch über die Schwierigkeiten einer Katzenzucht
(auch einmal ein Wurf ist Zucht), dass die Käufer manchmal einsehen,
dass es besser ist, sich an den "Liebhaberkatzen", kastriert, zu erfreuen,
als sich auf das schwere Gebiet der Zucht zu begeben. Vielen ist nicht klar,
dass man Kenntnisse in der Medizin haben muss
(das kann man nicht nur dem Tierarzt überlassen),
Psychologe und Verkäufer sein muss,
sich Genetikkenttnisse aneignen muss, auch jederzeit
einen unangemeldeten Urlaub nehmen muss, auf einen Urlaub
außerhalb aber meist verzichten muss,
auf dem Konto etwas Geld haben muss,
erst mal oft jahrelang in Vorkasse gehen muss
(Icona ist 1 3/4 beim 1. Wurf und hat bis dahin schon viel gekostet!)
nicht zuletzt Rechtskenntnisse besitzen muss, um einen korrekten
Kaufvertrag aufstellen zu können. Und NERVEN müssen
Sie manchmal wie Drahtseile haben!